Kuba – Che Guevara

Unsere Präsidentin Esther Sager ist für zwei Wochen unterwegs in Kuba mit einer geführten Bike Tour.  Lesen Sie, was sie uns zu erzählen hat.

Reisetag 7 bis 11

 

 

 

Che GuevaraSiebter Tag:  Che Guevara

Von den Bergen nach Santa Clara führt die Velostrecke, welche nichts Besonderes ist, die Landschaft jedoch ist dafür recht schön. Störend ist etwas der Verkehr. Bei uns wäre diese Verkehrsdichte überhaupt kein Problem, da eigentlich recht wenig. Hier wird es wegen den teilweise fürchterlichen Abgasen aber schnell zu viel! In Santa Clara ist Pflichtprogramm das Museum mit Mausoleum! Zu Ehren von Comandante Che Guevara, sowie Überreste des gepanzerten Zugs. Dieser wurde von den Rebellentruppen unter Che Guevara im Dez. 1958 gestoppt und teilweise gesprengt, damit wurde der Waffen-Nachschub für die Regierungstruppen verhindert. Das war schließlich die Entscheidung, die Revolution war gewonnen. So ist es auch verständlich, dass Che Guevara so wichtig für die Kubaner ist...

 

Achter Tag: endlich Pause

Von Santa Clara nach Las Terrazas. Diese gut 300 km legen wir alle im Car zurück, ein Tag Pause vom Radeln weiss ich auch zu schätzen. Unterwegs werden uns zwei Filme gezeigt, nämlich über die Entstehung einer Zigarre von A - Z, sowie über das Leben von Che Guevara von seiner Jugend bis zum Tod. Beide Filme waren überaus interessant.

Las Terrazas liegt in der Sierra del Rosario in einem Naturpark. Dieser wurde vor ca. 45 Jahren gegründet, den Bauern der Gegend wurde gleichzeitig mit dem Tourismus eine neue Lebensgrundlage geschaffen, und es wurde für sie ein für kubanische Verhältnisse schmuckes Dorf gebaut. Das Hotel war ein Highlight, besonders auch das Essen.

Las Terrazas Buffet bei einem Bauer

Neunter Tag: Livemusik und Bauernbuffet

Von Las Terrazas nach San Diego de los Baños Wir fuhren durch flaches, leicht welliges Land, anfänglich durch einige Dörfer, später weniger bevölkert. Das Buffet bei einem Bauer war wieder üppig, aber diesmal fehlte mir der Appetit dafür, da die Velotour überhaupt nicht anstrengend war. Das Hotel in San Diego war einfach, sehr sympathisch war die Livemusik einer 5-köpfigen Band während des Nachtessens.

 

Zehnter Tag: Elephantenberge
Elephantenberge

San Diego nach Viñales. Zuerst führt uns der Bus in die Berge - wie wir am Schluss der Tour feststellen, hat er uns viel zu weit geführt, die Velotour war dann schliesslich nur ca. 40 km anstelle von 60 km. Persönlich fand ich das schade, denn die Landschaft war sehr schön. Zwar sind uns einige Anstiege erspart, aber auf solche hatten wir uns ja eigentlich eingestellt. Nun ja, wir geniessen die Radtour über mehrheitlich fast verkehrsfreie Strassen, allerdings in miserablem Zustand, was unserem Spass wegen null Verkehr und wunderschöner Landschaft keinen Abbruch tut. Am Nachmittag erreichen wir Viñales, wo wir in einem Aussenquartier in Casas Particulares untergebracht sind.  Nach dem Essen gehen wir noch aus, und geniessen Livemusik und Tanzdarbietungen - sehr ansprechend! Viñales ist ein sehr charmanter Ort, der heute hauptsächlich vom Tourismus lebt, die Berge in der Form von Elephanten und Zuckerhüten locken viele Touris hierhin.

 

Tabakfarm ViñalesElfter Tag: biologische Finca und Tabakfarm

Die Finca befindet sich auf einem schönen Plätzchen unweit der Nordküste, mit wunderbarem Blick einerseits in die "buckligen" Berge und andererseits zum Meer. Der Bauer zeigt uns Mandelbäume, Zitrusbäume, etwas Reben, und wir geniessen ein Früchtebuffet. Leider ist der Appetit sehr gering ob des üppigen Zmorge, den wir bei unseren Gastfamilien genossen haben. Am Nachmittag besuchen wir die Tabakfarm wenig ausserhalb vom Viñales. Ein perfekt deutsch sprechender Einheimischer erklärt uns den Anbau und nachher dreht er unter unseren Augen eine richtige Zigarre. Seine gewinnende Art und sein Verkaufsgeschick werden belohnt, wir kaufen ein! Mich selbst hat v.a. das rein biologische überzeugt, und natürlich erhalten wir sie auch viel günstiger als die offiziellen Marken, zumal unterstützen wir damit die Bauern. Ein Tabakbauer muss 90% der Ernte zum Spottpreis an die staatlichen Fabriken verkaufen, nur 10% darf er selber zu Zigarren verarbeiten, und (heute wenigstens, früher nicht) offiziell auch an Ausländer verkaufen.

Bald ist unsere Reise zu Ende - mit etwas Wehmut denke ich daran.

Herzlichst Esther Sager

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