Kuba – Zuckerrohr und Peitsche

Unsere Präsidentin Esther Sager ist für zwei Wochen unterwegs in Kuba mit einer geführten Bike Tour.  Lesen Sie, was sie uns zu erzählen hat.

Reisetag 3 bis 6

 

 

 

Dritter Tag: In die Sättel und los.

Esther Sager mit dem Bike unterwegs in Kuba: Heute fahren wir nach Cienfuegos an der Südküste (Karibische See), davon 45 km auf dem Velosattel. Die Velotour war nicht so spassig, alles flach durch ein Naturschutzgebiet. Die Tiere hatten wohl grad Siesta, denn wir sahen nichts, mal ein paar Vögel, sonst nix. Am Meer gab's einen willkommenen Badehalt, das machte sehr Spass, das Meer ist wunderbar warm, ca. 25 Grad.

Cienfuegos hat uns dann sehr positiv überrascht, an einer riesigen Bucht gelegen, unser Hotel auf einer Halbinsel. Auch die Stadt selbst hat mir gut gefallen, schöne farbige Häuser und Villen, die auf früheren Reichtum schliessen lassen (Zuckerrohranbau).

Cienfuegos Abendessen in Cienfuegos

Vierter Tag: Gegenwind

Weiter geht es nach Trinida, 70 km auf dem Rad, bis zur Mittagspause abwechslungsreich und freudvoll, nachher meist flach mit Gegenwind der Küste entlang. Die unerbittliche Sonne machte uns zudem zu schaffen. In Trinidad bezogen wir unsere Unterkünfte bei verschiedenen Familien (Casas particulares). Nachtessen auf einer schönen Dachterrasse.

 

TrinidadFünfter Tag:  Zuckerbaron und Sklaven

Trinidad, das Tal der Zuckermühlen und Playa Ancón. Am Morgen besuchen wir die malerische Altstadt (Unesco Weltkulturerbe, wie auch Havanna und Cienfuegos). Im Tal der Zuckermühlen sehen wir die Villa des Zuckerbarons Iznaga, wo im 18. Jh. 100 Sklaven schufteten. Die reiche Zuckerinsel entstand ja sehr wesentlich auf dem Buckel der Sklaven - die Urbevölkerung war übrigens nach kürzester Zeit ausgerottet, die Sklavenarbeit und die Krankheiten der Europäer ertrugen sie nicht!

Am Nachmittag genossen wir das türkisblaue Meer an der Playa Ancón nahe von Trinidad.

 

Sechster Tag:  glückliche Hühner und Sauen

Der Bus bringt uns in die Höhe zum ersten Aussichtspunkt, in die Berge der Sierra del Escombray. Von da geht es auf den Rädern gemütlicher vorwärts. Ein paar knackige Steigungen treiben uns den Schweiss aus den Poren. Die Landschaft ist wunderschön,  endlose tiefgrüne Berge, dazwischen immer wieder kleine Dörfer mit armseligen Hütten der Kleinbauern. Aber auch hier gibt es überall Schulen, und auch eine Poliklinik erblicke ich.

Berge der Sierra del Escombray Berge der Sierra del Escombray

eine glückliche SauUnterwegs machen wir bei einer Bauersfamilie Halt, wo wir für 11 Franken reich verpflegt werden. Was für ein Einblick: eine glückliche Sau, Enten, Hühner mit einem stolzen, wunderschönen Hahn, Hunde und drollige Welpen sowie Katzen.

Diese Nacht verbringen wir an einem idyllisch an einem Stausee gelegenen Hotel.

Herzliche Grüsse aus Kuba und bis bald

Esther Sager

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