Ein bisschen Heimat auf dem Forgotten World Highway

Unsere Geschäftsführerin Beatrix Cometti bereist vom 19.11. bis 17.12. Neuseeland. Freuen Sie sich auf spannende Berichte "auf den Spuren der Kiwis".

 

 

 

Die Sonne scheint, was für ein herrlicher Morgen. Wir starten mit einem «kalorienarmen» Frühstück "French Toast mit Speck und Früchten" – hm. Die einzige, die wieder mal mosert, ist meine Hüfte – die Hose werde immer enger – was soll's, Hauptsache es schmeckt, das darf auch mal sein.

Wir sitzen noch eine gemütliche Weile auf der Veranda und lauschen den Vogelstimmen und dem Bienengebrumm, ab und zu blöckt ein Schaf – wo das wohl herkommt? Die Nachbarskatze gesellt sich zu uns, holt sich ihre Streicheleinheiten und geniesst mit uns die Sonne.

Katze auf Veranda Schafe wohin das Auge reicht

Heute geht’s auf den «Forgotten World Highway». Bin sehr gespannt, was uns auf dieser geschichtsträchtigen Strecke erwartet.

Die Strasse von rund 155 km, zwischen Taumarunui und Stratford, führt durch eine abgelegene, weitgehend unberührte schöne Berggegend und dauert rund drei Stunden; Campervans brauchen wohl mindestens eine Stunde länger (mit einem Motorhome würde ich diese Strecke wohl eher nicht fahre. Wichtig: Der "Forgotten World Highway" wird von den meisten Camper-Vermietern verboten zu befahren. Beachten Sie die Bedingungen Ihres Vermieters.). An den Hängen hat es überall, bergziegengleich, Unmengen von Schafen. Die vielfältige Landschaft hat vor allem für Touristen einen besonderen Reiz, so ist die Strasse wenig befahren. Der Highway windet sich über vier Bergsättel durch einen einspurigen Tunnel und durch ein Flusstal. Ca. 12 km der Strecke ist Schotterstrasse mit Split Decke und oft noch einspurig – eine kleine Herausforderung. Es windet sich Kurve an Kurve und oft hatte ich das Gefühl, auf der Achterbahn zu sein. Aber es lohnt sich definitiv, vor allem auch die Ausblicke, wenn man wieder auf einem Berggipfel angekommen ist und die Weitsicht geniessen kann.

Verkehrsschild Forgotten World Highway Aussicht vom Forgotten World Highway

Aussicht Forgotten World Highway Aussicht World Forgotten Highway

In Whangamomona machen wir Halt und Staunen, dass wir uns in einer kleinen «Republik» befinden. Im einzigen Restaurant auf der ganzen Strecke geniessen wir auf der Veranda einen kurzen Snack. Ein Hippie Camper rast vorbei, stoppt und parkt gegenüber. Ein junges Paar steigt aus und gesellt sich an unseren Tisch. Willi spricht sie freundlich auf Englisch an und will wissen, wo sie herkommen. Es kommt aber keine Antwort, sondern eine Gegenfrage: «Seid ihr Schweizer»? fragt sie im breitestem Schwiizerdütsch. Wir müssen alle schmunzeln, mitten im Nowhere in der «Republik» Whangamomona treffen sich vier Schweizer.

Whangamomona Hotel Shop in Neuseeland

Cafe in Neuseeland Schild in Cafe

Sie erzählen, dass sie drei Monate unterwegs seien und auch in Auckland gestartet sind. Natürlich wollte ich wissen, wie sie denn mit dem Camper zufrieden sind. Na es geht, meinten sie. Ihnen sei klar gewesen, dass es ältere Camper sind aber das sei OK für sie, denn sie wollten sowieso immer mal wieder in einem schönen B&B übernachten. Bald verabschiedeten wir uns und fahren weiter via Stratford bis New Plymouth, wo uns das nächste Highlight unserer Reise erwartet, der Mt. Egmont.

Herzlichst
Beatrix Cometti

 

 

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