Stewart Island – Das Paradies für Natur- und Vogel-Liebhaber

Unsere Geschäftsführerin Beatrix Cometti bereist vom 19.11. bis 17.12. Neuseeland. Freuen Sie sich auf spannende Berichte "auf den Spuren der Kiwis".

 

 

 

"Haere Mai" auf Stewart Island

Stewart Island stand auch auf meiner «Must have seen»-Liste. Und jetzt weiss ich auch warum. Natur- und Vogel-Liebhaber sollten hier mindestens drei Nächte verbringen. Leider wird das Wetter schlecht, es stürmt und regnet, nachdem wir bei etwas Sonnenschein in Bluff angekommen sind.

Während der Überfahrt haderte ich etwas mit dem Schicksal, denn es war sehr ruppig - wären wir doch nur geflogen! Grund ist wohl auch, dass hier die Tasman Sea, der Pacific und Südliche Ocean zusammenkommen, also prallen hier drei «Hoheiten» aufeinander, was schon aufwühlend sein kann, wenn es stürmt.

Stewart Island Stewart Island

Nach der Ankunft werden wir schon erwartet und erhalten gleich eine kleine Stadtrundfahrt. Man merkt, dass die Einwohner stolz auf ihre «Stadt» und auch Insel sind. Stewart Island hat rund 380 Einwohner (während der Hochsaison rund 2000) und rund 700 Autos. Es gibt 27 km Strasse, 1 Rugby-Feld, 1 Polizistin und rund 11'000 Kiwis. Ach und ausserdem noch 6 Schafe.

Das Trinkwasser kommt aus grossen grünen Containern, da es rund 3000 mm im Jahr regnet, geht das prima und mit der Natur wird sehr sorgsam umgegangen.

Unser Mietwagen auf Stewart Island Strassenschilder auf Stewart Island

Mit unserem kleinen blauen Flitzer (mit 235'000 km auf dem Tacho) "rasen" wir mit 30 km/h über die Insel. Abzuschliessen braucht man hier nichts, den Schlüssel lässt man im Auto liegen, denn die Kriminalitätsrate liegt hier bei Null Prozent.

Am Abend sollte eigentlich ein Ausflug zum «Kiwi-Watching» stattfinden, es war jedoch zu stürmisch, so ist dieser gestrichen und eigentlich waren wir froh, denn wir hatten langsam genug vom «Wellenreiten». Zu unserer Freude sahen wir dann aber am Hafen unseren ersten blauen Pinguin, welcher munter im Hafen rumkurvte und dann wenig später sahen wir noch einen Kaka.

Pinguin Kaka, Neuseeland

Am nächsten Tag unternehmen wir einen Ausflug nach Ulva Island, obwohl es immer noch mottig ungemütlich ist. Trotzdem geniessen wir den Tripp. Können einen Albatros aus nächster Nähe beobachten, schmunzeln ob seiner Technik, wie er «startet» auf dem Meer - loslaufend mit seinen Patschfüssen bis genug Tempo und dann rauf in die Höhe - sieht wirklich drollig aus.

Seaweed in NeuseelandAlbatross in NeuseelandBald macht das Schiff Stopp bei einer Seehund Kolonie. Auf Ulva Island laufen wir über eine Stunde durch den fantastischen Regenwald. Johnny, unser Guide, weiss viel Interessantes über die Geschichte, Vögel und Natur zu erzählen. Früher (1873 bis 1923) war hier die Poststation für alle umliegenden Inseln. Wenn alle paar Monate ein Postschiff kam, war dies ein grosser Anlass und die Leute kleideten sich schön und man traf sich bei der Poststation.

Wegweiser Stewart Island

Er zeigt uns auch einen Busch, welcher früher als Papier benützt wurde. Man schrieb hinten drauf, presste das Blatt und versandte es so.Vegetation Stewart Island

Lustig war die Begegnung mit den kleinen süssen, schwarz-weissen «Robins». Johnny bearbeitete ein wenig Erde mit dem Schuh und schon kam das kleine Kerlchen angeflogen und fing an dort zu picken. Zwischendurch stand er ganz still «damit wir ihn fotografieren können» erklärte uns Johnny dazu schmunzelnd.

little Robin Robin

Die herrlichen Strände mit türkisblauem Wasser kommen bei diesem Wetter leider kaum zur Geltung. Auch der Kiwi kommt gerne an den Strand – leider sind nur seine Spuren zu sehen und die Löcher von seinem Schnabel, mit dem er im Sand nach Nahrung bohrt.

Spuren eines Kiwis Spuren eines Kiwischnabels Strandwanderung Stewart Island  schwatzhafter Tui

Hierher kommen wir bestimmt zurück – mit mehr Zeit - vor allem bestellen wir dann vieeel besseres Wetter – so verabschieden wir uns von Ulva Island, Stewart Island und dem schwatzhaften Tui.

Kia Ora und bis bald,
Beatrix Cometti

 

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