Wie zu Goldgräber’s Zeiten

Unsere Geschäftsführerin Beatrix Cometti bereist vom 19.11. bis 17.12. Neuseeland. Freuen Sie sich auf spannende Berichte "auf den Spuren der Kiwis".

 

 

 

Campingplatz Arrowtown - Begegnung mit Weltenbummler

Ein kühler Morgen erwartet uns und es nieselt etwas. Da wir nichts eingekauft haben, packen wir bald alles zusammen, um in Arrowtown zu frühstücken.

Arrowtown

Uns gegenüber sehe ich einen Jucy Camper und ein junges Paar, das offensichtlich am Packen ist - sieht alles ziemlich chaotisch aus - denke ich schmunzelnd. Die Frau sitzt mitten im kleinen Camper, um sich herum die Kleider verteilt. Auf dem Weg zur Toilette mache ich dort kurz Halt und komme mit den beiden ins Gespräch. Sie erzählen, dass sie 10 Monate unterwegs sind und dass es morgen nach Tasmanien geht und anschliessend an die West-Küste Australiens. Sie seien zwei Monate durch Neuseeland gereist, fast täglich weiter gefahren und nur wenige Male zwei Nächte an einem Ort geblieben, denn sie hätten «alles» sehen wollen.

Vorher waren Sie mit dem Zelt von Alaska nach Kanada gereist. Das war wohl etwas anstrengend und für Neuseeland hatten Sie entschieden, dass sie jetzt einen Camper wollen, in dem sie stehen können. Und da das Budget gut kalkuliert werden muss, war Jucy die richtige Adresse. Die Camper sind wirklich sehr einfach und schon ziemlich alt (ab 10 Jahre überprüfen), aber es ist alles Nötige da, sogar ein Porta Potti-WC, dass sie jedoch kaum gebraucht hätten – meinte sie. Ich frage noch gwundrig, wie es denn mit Zelt und Bären gewesen sei in Alaska. Oh, sagt sie, das war schon etwas abenteuerlich. Einmal hätten Sie einen Bären draussen vor dem Zelt atmen gehört, da hätten sie schon ziemlich Angst gehabt. Nach Australien geht es dann noch nach Asien weiter. Ich finde das so gut, wenn junge Leute um die Welt reisen. Leider hatte ich das in meinen jungen Jahren verpasst.

Arrowtown Pioneer Village

Arrowtown erweist sich als Shopping- Paradies. In den mit Liebe renovierten Pionier-Häuschen findet man viele verschiedene Shops mit zum Teil super Angeboten. Ich muss schmunzeln, als ich die Sandalen neben dem Samiklaus sehe – bei uns stünde wohl eher ein Winterstiefel da.

Arrowtown Pioneer Village  Arrowtown Pioneer VillageArrowtown Pioneer Village  Arrowtown

Es ist definitiv ein charmantes, herziges Goldgräber-Städtchen – finde ich. Und es stimmt, alles ist sehr touristisch, so kann ich die sehr unterschiedlichen Meinungen jetzt auch besser verstehen. Trotzdem, es ist einen Besuch wert und wir haben auch ausgezeichnet gefrühstückt.

Twizel

Gegen Mittag fahren wir los, unser nächstes Ziel ist Twizel, von dort hoffen wir den Mt. Cook sehen zu können.

Ab in die Tiefe

«Stopp», rufe ich, «da ist die Bungy Jumping Brücke».

Ben Nevis Bungy Jump

Ben Nevis Bungy Jump  Ben Nevis Bungy Jump

Eine ganze Weile schauen wir den «Verrückten» mit Vergnügen zu, welche von der Brücke springen und meistens mit dem Kopf in den Fluss getaucht werden. Ein junger Mann, der den Sprung gewagt hat, kommt mir entgegen (da er bis zu den Schultern klitschenass ist, ist das gut sichtbar). Ich spreche ihn an und will wissen, wie es gewesen sei. "Einfach fantastisch" meint er. "Anfangs hatte ich mal runtergeschaut, das war schon beängstigend. Aber dann stand ich da und sie zählten von fünf retour – und dann bin ich einfach gesprungen. Und das Gefühl anschliessend – einfach unbeschreiblich. Er könne das nur weiterempfehlen" meinte er grinsend. Nein, denke ich innerlich schmunzelnd, alles muss ich nicht erlebt haben.

Kawarau Gorge Maining Center

Goldgräber "on Work"

Wir erreichen Central Otago und unser nächster Stopp ist eine «richtige» Goldgräberstadt, das «Kawarau Gorge Maining Center». Die alte Gebäude sind gut erhalten: für Interessierte ein absolut lohnender Stopp. Die Führung dauert ca. 1 Stunde, man kann jedoch auch alleine durch die Goldgräber Stätte laufen.

Kawarau Gorge Maining Center  Kawarau Gorge Maining Center

Das Restaurant zieht uns an, da es hiess, dass das Essen einfach toll sein soll. Wow, die Seafood-Platte sieht einfach nur lecker aus, etwas neidisch beobachte ich das Paar, welches sich gerade eine solche gönnt. Leider haben wir so spät gefrühstückt, dass wir noch keinen Hunger haben. Bei schönem Wetter muss es toll sein, hier draussen zu geniessen = zweiter Grund, hier einen Stopp zu planen.

Kawarau Gorge Maining Center Restaurant  Kawarau Gorge Maining Center Restaurant

Die Abenteuerlichen unter Ihnen können hier eine Jetboat Tour unternehmen.

Lupinen so weit das Auge reicht

Wow, das ist ja kaum zu glauben. Nach einer Kurve sehen wir ein Farbenmeer von Lupinen vor uns in den Farben von weiss-rosa-violett bis dunkelblau. Grösser als ein Fussball-Feld strahlen uns die herrlichen Blumen entgegen und erfreuen unsere Augen. Und dann hört es nicht mehr auf mit Lupinen. Sie säumen lange die Strasse und begleiten uns auch in die Berge. Ein toller Kontrast zu dem Grün der Weiden, an dem ich mich kaum satt sehen kann.

Lupinen  Lupinen

Freedom Camping

Nach Twizel entscheiden wir uns für «Freedom Camping» und übernachten mit vielen anderen Campern in der freien Natur. Freies Campieren ist an vielen Orten möglich. Das schont natürlich das Budget und wenn man grad keinen Strom braucht, ist es toll. Es ist neblig und fieselt. Ob wir wohl morgen den Mt. Cook sehen?

Freedom Camping

Kia Ora und bis bald,

Beatrix Cometti

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